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„Das große Veränderungspotenzial bei diesen Themen wird mittlerweile überall adressiert.“ – Interview mit Martin Reger

Martin, was ist Ihre Aufgabe im TrainDL-Projekt?

Mein Aufgabenbereich liegt im Arbeitspaket Evaluationen und Qualitätssicherung. Unsere Aufgabe ist es, die Interventionen (Trainingskurse) gezielt zu evaluieren, so dass die Ergebnisse einerseits Veränderungspotenziale für weitere Trainingskurse sichtbar machen. Andererseits werden diese Ergebnisse auch eine Grundlage für die (abschließenden) Politikempfehlungen sein.

Wie setzen Sie diese Aufgaben um?

Wir setzen verschiedene empirische Instrumente vor und nach den Interventionen ein. Schriftliche Fragebögen ermöglichen es uns, quantifizierbare und damit vergleichbare Ergebnisse zu erhalten. Bei qualitativen mündlichen Interviews ist die Vergleichbarkeit eingeschränkt. Hier können sich die Teilnehmer aber detaillierter äußern, z.B. zu ihren Eindrücken von der Schulung, der Relevanz der Themen Datenkompetenz & KI und ihrer Einschätzung, wie gut sie in den Unterricht integriert werden können. Die Ergebnisse sind dann zu interpretieren.

Wie funktioniert aus Ihrer Sicht die Arbeit in iterativen Projektdesigns wie TrainDL?

Das Grundprinzip des iterativen Designs ist, dass wir in einer Schleife an Prozessen, Instrumenten, Trainingskursen usw. arbeiten und jedes Mal sehen, wie erfolgreich wir sind. Je nach dem können Elemente beibehalten oder verändert/verbessert werden. Meiner Erfahrung nach sind die beiden wichtigsten Prinzipien bei einem solchen Design: Die Aufrechterhaltung einer engen Abstimmung im Projekt. Das kann bedeuten, dass mögliche Änderungen so früh wie möglich besprochen und umgesetzt werden. Außerdem sollten die Projektziele immer im Auge behalten werden.

Was haben Sie im ersten Zyklus herausgefunden, das Sie besonders spannend finden und über das Sie sprechen möchten?

Es war schön zu sehen, dass die Lehrkräfte sehr interessiert an den Interventionen sind und die Neugierde an den Themen Datenkompetenz & KI entsprechend groß ist. Das große Veränderungspotenzial bei diesen Themen wird mittlerweile überall adressiert. Dies ist mit der frei zugänglichen Veröffentlichung von ChatGPT im Zeitrahmen des ersten Zyklus sehr greifbar und konkret geworden. Dementsprechend wurde es auch schon in Interviews mit Lehrkräften in verschiedenen Kontexten thematisiert.