„Don’t be shy, you can select ‘I don’t know’.”
Für viele Lehrende stellt die Umsetzung digitaler Aktivitäten im Unterricht noch eine große Hürde dar – womit das Vermitteln von Kompetenzen in den Bereichen Daten und KI zumeist erst recht keine einfache Aufgabe ist. In TrainDL-Workshops werden Lehrkräften Tools nähergebracht, die ihnen helfen sollen, diese Herausforderung anzugehen.
Bei einem Workshop in Vilnius, Litauen, am 26. Mai nahmen ein Dutzend Lehrkräfte aus den Fächern Technologie, Biologie, Litauisch, Russisch, Mathe und Geschichte teil. Während sich die Workshops der ersten Phase im Projekt nämlich nur an Informatik-Lehrkräfte richteten, sollen nun auch Lernkonzepte mit Lehrenden aus anderen Fächern erprobt werden.
Um die Lernerfahrung der Teilnehmenden nachzuvollziehen, werden die Teilnehmenden zu Anfang sowie zum Ende des Workshops gebeten, einen „Knowledge-Test“ abzulegen. Das TrainDL-Team muss hier die Teilnehmenden auch mal daran erinnern, dass es okay ist, bei einigen Fragen des Öfteren auch „I don’t know“ anzugeben. Schließlich ist es auch ein Ziel der Workshops, Zurückhaltung in Bezug auf KI oder Daten abzubauen und ihnen Ideen zu geben, wie sie sich und ihre Schüler*innen für Kompetenzen in diesen Bereichen motivieren können.
In der Diskussion, die sich an die Stationsarbeit mit verschiedenen Lernmaterialien anschloss, gab es vor allem zwei Erkenntnisse: Zum einen bräuchten die Lehrkräfte mehr Zeit, um sich mit den einzelnen Tools zu beschäftigen. Zum anderen sei es notwendig, Fallbeispiele für die Umsetzung der Lernaktivitäten in den bestimmten Fächern zu finden. Ein Vorschlag: Eine Exkursion im Geschichtsunterricht, während der die Schüler*innen Fotos von der Architektur machen, um dann ein Modell zur Klassifizierung von Baustilen wie Gotik, Romanik, Barock, Moderne usw. zu trainieren. Durch solche Lernaktivitäten könnten die Konzepte KI und Data Literacy auch in Fächer integriert werden, die nicht zum MINT-Bereich zählen.


